Archiv für April 2010

Das AZ in Kalk – bald 2 Wochen da

SOMOST freut sich sehr, dass die neuen Nachbar_innen immer noch da sind.

Die Besetzung erfährt insgesamt große Unterstützung in Kalk. Mit Ausnahme der CDU und der Neonazis sympathisieren alle politischen Kräfte, auch viele Geschäftsleute und Anwohner_innen sind sehr aufgeschlossen. Sogar der Kölner Stadtanzeiger berichtet positiv: „Pyranhas“ besetzen Kalker Gebäude und
Unterstützung für die Besetzer

Neben den Naturfreund_innen Kalk und der LC 36 solidarisierten sich auch das Bildungsstreik Plenum sowie der AStA der Deutzer Fachhochschule sowie viele andere Initiativen und Organisationen in Köln. Unterstützung kommt auch von Kulturzentren in anderen Städten.

Leider gibt es bei der Kalker Polizei scheinbar große Frustration darüber, dass sie die Besetzung bisher nicht beenden und räumen konnten. Wie eine Racheaktion sieht der nächtliche Übergriff auf 2 Menschen aus, der sich Freitag in der Wiersbergstrasse abspielte. Oder sollte das eine Provokation sein, um aus einer möglichen Reaktion der Besetzer_innen einen Grund für eine Räumung zu machen?
Wir fordern schnelle und schonungslose Aufklärung! Die Sheriffs-mentalität bei der Kalker Polizei muss aufhören!

Wer also bisher noch nicht dort war: kommt vorbei und bringt Euch ein!

Autonomes Zentrum: Herzlich willkommen in Kalk!

SOMOST begrüßt die Besetzer_innen des Hauses Wiersbergstrasse 44!

Die Initiative Pyranha – für ein autonomes Zentrum hat seit Freitag, 16. April das leerstehende Gebäude Wiersbergstrasse 44, neben der Abenteuerhalle Kalk, besetzt. SOMOST begrüßt die neuen Kalker Mitstreiter_innen und wünscht ihnen ein gutes Gelingen!
Die inzwischen zahlreich und aggressiv vorhandene Polizei fordern wir auf, das Stadtviertel für alle Symapthisant_innen der Besetzung freizugeben.

Kommt zahlreich und lasst euch von der Polizei nicht aufhalten!

Soeben wurde eine Kundgebung an Kalk Kapelle angemeldet, um das Squat zu unterstützen, kommt zahlreich!

Antisemitismus endlich vor die Tür weisen!

Ein Offener Brief an das Bürgerzentrum Alte Feuerwache Köln e.V

Wir Freundinnen und Freunde sowie NutzerInnen der Alten Feuerwache wenden uns mit diesem offenen Brief an den Vorstand des Vereins um eine sofortige Einstellung der Unterstützung des sogenannten „Klage-Mauer Projektes“ von Walter Herrman zu erreichen.

Die Kritik am Antisemitismus der sogenannten Kölner Klagemauer ist nicht neu. Immer wieder sind in den letzten Jahren Gruppen und Einzelpersonen auch an die Alte Feuerwache herangetreten und baten darum die Unterstützung einzustellen. Seit Jahren bedient Walter Herrman antisemitische Klischees im Namen einer obskuren „Israelkritik“. Die notwendige Kritik an der sozialen Misere in Deutschland, an der Wohnungsnot und der sich verschärfenden Repression des Staates gegen sozial ausgegrenzte Menschen fand auf der „Klagemauer“ zunehmend kein Gehöhr mehr.

Stattdessen verdeutlicht die aktuelle Debatte um jene Tafel, die eine „Karikatur“ zeigt, in der eine durch den Davidstern als Jude ausgewiesene Figur einen palästinensischen Jungen mit Messer und Gabel zerteilt und dazu ein Glas Blut trinkt, welch monströser antisemitischer Raserei Walter Herrman jeden Tag aufs neue ein Forum bietet. Auf unzähligen Papptafeln war immer wieder zu lesen, dass die Anschläge von Hamas und Hizbollah auf israelische Zivilisten „Akte der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit“ seien, denn „Hisbollah ist Widerstand“, „Das Existenzrecht Israels steht so lange in Frage, als es die Normen des Völker-Rechts ignoriert.“ Wo im Stile der SA zum Boykott israelischer Waren aufgerufen wird, da wundert es nicht, dass „Karikaturen“ vom Schlage des „Stürmers“ aufgehangen werden. Adorno nannte den Antisemitismus das „Gerücht über die Juden“, heute tritt der Antisemitismus in Gestalt der sogenannten „Israelkritik“ zutage, jenem Wahn der nichts, aber auch rein gar nichts, mit einer Kritik an israelischer Regierungspolitik zu tun hat, sondern sich aus den Gerüchten“ über den „Juden unter den Staaten“ nämlich Israel speist.

Dem Antisemitismus des Walter Herrmann stehen „alternative Konzepte für Gesellschaft, Politik und Kultur“, wie sie die Alte Feuerwache fördern will, diametral entgegen. Euer eigener Anspruch, weder in „inhaltlicher noch finanzieller Hinsicht mit undemokratischen, rassistischen, sexistischen und ökologisch unverträglichen Organisationen“ zu kooperieren, wird täglich durch eure Unterstützung in Form der Raumnutzung des „Klagemauer-Projektes“ konterkariert.

Wir rufen die Kölner Zivilgesellschaft, alle sich der Emanzipation verschriebenen habenden Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, endlich den Arsch hoch zu kriegen und gegen die antisemitische und menschenverachtende Raserei des Walter Herrmann den Mund aufzumachen. Wir fordern die Alte Feuerwache auf, die Raumnutzung durch das „Klagemauer-Projekt“ sofort zu beenden.

Eine Initiative von:

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