Günter ist tot

SOMOST nimmt Abschied von HANS GÜNTER KOSSACK.
Günter starb gestern mittag im Beisein einiger NaturfreundInnen aus Kalk.

Günter war vielfach engagiert im Naturfreundehaus, leitete die Selbsthilfegruppe für suchtkranke Menschen, war Mitbegründer der Lebensmittelausgabe und hatte stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen. Sein Handy war immer an, man konnte ihn Tag und Nacht anrufen.
Institutionen, Bürokratie, Vereinsmeierei und Würdenträgerschaft waren ihm verhasst, es ging ihm immer darum konkret und effizient zu helfen. Er bewahrte sich eine argwöhnische Distanz zur Politik und hatte großen Spaß daran, Polizei, Kontrolleure und andere Autoritäten zu foppen – wobei ihm der Respekt vor dem menschlichen Individuum nie abhanden kam.

Mit seiner störrischen und manchmal launischen Art kamen nicht alle gut zurecht, manche Streits konnten bis zuletzt leider nicht gelöst werden.
Wir empfinden großen Respekt vor seinem sozialen Engagement. An sich selber hat Günter zu wenig gedacht. Viel zu spät erst ging er ins Krankenhaus: der Krebs war soweit fortgeschritten, dass keine Heilung mehr möglich war. Vielleicht hat er es aber genau so gewollt.
Günter wird uns in guter und widerspenstiger Erinnerung bleiben.