So unglaublich schwer, in dieser Welt gegen die Arschlöcher zu bestehen

Kommentar zur abgesagten Zwangsversteigerung der R12:

Die zerstrittenen Geschwister Siep haben also das Haus Roberstrasse 12, um das die Bewohner_innen wochenlang gekämpft haben, hinter deren Rücken an wen anderes verkauft und so die Zwangsversteigerung abgewendet.

Ich suche einen Grund. Einen einzigen Grund, warum sie es nicht der R12 verkauft haben, die alles vorbereitet hatten das Haus über das Mietshäusersyndikat zu kaufen, einen einzigen Grund, der nichts mit eklatanten charakterlichen Mängeln zu tun hat. Sie haben ja nicht mal versucht, mit den Bewohner_innen über einen Preis zu verhandeln.

Es ist widerwärtig. Sie sind noch im Verkauf des Hauses das, was sie vorher waren: Vermieter_innen, denen Haus und Bewohner_innen am Arsch vorbeigehen. Jahrelang haben sie es verfallen lassen, die Mieter_innen haben es selber repariert und die Bewohnbarkeit erhalten. Jetzt halten sie sie hin und verticken es dann mies hinterrücks an wen anderes. Dafür gibt es keinen nachvollziehbaren Grund. Das ist einfach nur widerwärtig. Eine Handlung, derer tausende jeden Tag diese Welt so unerträglich macht, eine Handlung, die eine daran zweifeln lässt, ob man dieser Menschheit eigentlich was anderes als die Pest an den Hals wünschen soll. Wenn freundliches Verhalten so einfach ist und ohne finanzielle Einbuße möglich wäre, und man hintergeht seine Mitmenschen dennoch und macht ihnen das Leben schwer, so wie Herr und Frau Siep das nun getan haben, dann bleibt die Erklärung nur noch im charakterlichen Vollversagen der beiden.
Möge das Geld aus dem Verkauf ihnen das Leben zur Hölle machen.