Gaddafi, verpiss Dich! Schluss mit den Massakern!
Libyan Revolution – Take Whats Yours
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Beobachtungen und Einmischungen aus Köln-Kalk
Gaddafi, verpiss Dich! Schluss mit den Massakern!
Libyan Revolution – Take Whats Yours
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2009 haben die Menschen im Iran damit angefangen. Nach zwei Regimestürzen in Tunesien und Ägypten: kommt die Welle zurück?
Große Protestdemo in Teheran am Montag, 14.Februar (25. Bahman iranischer Kalender). Nieder mit der islamischen Republik Iran!
Diskussionsveranstaltung mit Helmut Dietrich und Detlef Hartmann zu den Entwicklungen in Tunesien und aktuellen und kommenden Aufständen in Nordafrika.
Freitag, 11.02.2011, 19h
Naturfreundehaus Kalk
Supported by Antifa AK Cologne.
Der Norden Afrikas gleicht einem Pulverfass: Seit Mitte Januar erreichen uns täglich Nachrichten und Bilder von Streiks, Aufständen und Staßenschlachten. Die junge Bevölkerung in Tunesien und Algerien haben die Kämpfe eröffnet, mittlerweile wird auch in Ägypten revoltiert.
Die Revolte in Tunesien zeigt, wie schnell es gehen kann. Tagelange Straßenschlachten begannen am 17. Dezember mit der Verzweiflungstat eines diplomierten Erwerbslosen namens Mohamed Bouazizi, der sich in der Stadt Bouizid vor dem Gebäude der Provinzveranstaltung selbst anzündetet. In den folgenden Wochen breiteten sich die Proteste in Form von Demonstrationen, Riots und Streiks in mehreren Städten aus und führten am 14. Januar zur Flucht des längjährigen Regimepräsidenten Ben Ali nach Saudi Arabien. Schnell konstituierte sich nach seiner Flucht eine Übergangsregierung, die zum größten Teil aus den Eliten des alten Regimes bestand. Tägliche Demonstrationen stellen weiterhin diese Übergangsregierung in Frage und fordern ihre komplette Auflösung. Die Revolte in Tunesien löste auch in Algerien und weiteren Staaten der Region soziale Proteste aus.
Bei der Veranstaltung wollen wir uns die Chronik und den Charakter dieser Proteste anschauen und ihre Bedeutung für Tunesien selbst aber auch für andere Staaten der Region untersuchen. Was sind die Möglichkeiten dieser Bewegungen, die von unten entstehen? Aber auch ein breiterer Fokus ist von Interesse: Welche ist die “diplomatische” Rolle Europas bzw. einzelner europäischer Staaten in der politischen Unterstützung von Regimes eines Ben Alis, Mubarak und Gaddafis? Wie steht der “Rest der Welt” zu den Geschehnissen in Nordafrika?
Donnerstag, 13. Januar 2011 um 20 Uhr
Zur Geschichte und Theorie der ökosozialistischen Bewegung in den 70er und 80er Jahren
Referent: Michael Barg
In den 1970er und 1980er Jahren gab es in der BRD eine starke Ökologiebewegung, deren linker Flügel Ökologie und Sozialismus zueinander bringen wollte. Unser Referent beschreibt aus eigener Erfahrung diese ökosozialistische Bewegung. Deren Geschichte ist in Anbetracht des Klimawandels und einer sich neu entwickelnden Ökologiebewegung heute wieder von besonderem
Ort: Naturfreundehaus Kalk, Kapellenstr. 9a, 51103 Köln-Kalk
Eine Veranstaltung der NaturfreundInnen Köln-Kalk
Kritik der Religion und Esoterik.
Rationale und irrationale Kritik der Naturwissenschaften.
Da der übliche Termin am Nikolaustag dieses Jahr leider ausgefallen ist, holen wir es einen Monat später am Dreikönigstag nach.
Manuel Kellner stellt sein Buch „Kritik der Religion und Esoterik“ (erschienen im Schmetterling Verlag) vor.
Am Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 19 Uhr im Natufreundehaus Kalk, Kapellenstr. 9a, 51103 Köln
Redebeitrag der Gruppe dissident Marburg auf der 1. Mai Vorabend Demo in Frankfurt/Main.
Lesenswert.
Wünschenswert wäre, wenn diese Einwände von den vielen männlichen Ökonomie-Theoretikern mal erstgenommen und in ihr Gedankenwerk eingebaut würden.
Eine Veranstaltung von: Infoladen Schwarz Auf Weiss und Antifa AK
30.11.2010 19h, Naturfreundehaus Köln-Kalk
“Als Ausdruck kapitalistischer Produktionsverhältnisse ist die Arbeiterbewegung zugleich eine Bewegung von Arbeitern die ihr Klassenbewusstsein innerhalb der kapitalistischen Marktverhältnisse zu entwickeln haben. Die allgemeine Konkurrenz schließt die der Arbeiter untereinander in sich ein. Obwohl die vielen Kapitale das Gesamtkapital bilden, tritt das Kapital nicht als Gesamtkapitalist auf, und obwohl alle Arbeiter die Gesamtarbeit leisten, gibt es keinen Gesamtarbeiter. Aber was immer sich aus der Kapitalkonkurrenz und der Konkurrenz um die Arbeitsplätze ergeben mag, die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft bleibt stets die Reproduktion kapitalistischer Produktions– oder Klassenverhältnisse, auf denen die Marktverhältnisse beruhen.“ – Paul Mattick, Die „andere“ Arbeiterbewegung von Karl Heinz Roth, 1975
“Es herrscht Klassenkampf, meine Klasse gewinnt, aber das sollte sie nicht.” – Warren Buffet, Juni 2005
Nichts scheint anno 2010 in der BRD anachronistischer zu sein, als vom Klasssenkampf, der Proletarisierung oder gar vom wilden Streiks zu reden, aber gerade darum machen wir es trotzdem. So wahr die linken Beschwörungen der Klassenkampfzitate Warren Buffets auch sein mögen, so wahr ist wiederum, dass die Radikale Linke weder in den Betrieben noch in anderen sozialen Konflikten Einfluss hat, noch dass Sie diesen Zustand aufzuheben bestrebt ist.
Doch im hohen Norden fanden sich wieder jene “ewig Gestrigen”, die sich par tout Entlassungen, Lohndrückerei und Auslagerungen nicht gefallen lassen. Streiks, Blockaden und Besetzungen sind Ausdruck des kollektiven Lernprozesses von Bremer “Kolleginnen” aus verschiedenen Betrieben, die sich selbstständig vernetzt haben, um den Angriffen des Kapitals etwas entgegenzusetzen.
AktivistInnen aus einem selbst organisierten überbetrieblichen Gesprächskreis berichten über diese Vorgänge in Bremen. In der anschließenden Diskussion versuchen wir der Frage nachzugehen, was am “Klassenkampf von unten” vielleicht doch noch dran ist.
Das Naturfreundehaus Kalk und das Autonome FrauenLesben-Referat der
Universität Köln laden ein zum Wochenendseminar zu:
„gemachten Identitäten und ökonomischem Determinismus“
mit Friederike Habermann
Freitag, den 26.11. von 18 bis 21 Uhr,
Samstag, den 27.11 von 10 bis 19 Uhr
Sonntag, den 28.11 von 10 bis 14.30 Uhr
im:
Naturfreundehaus Kalk
Kapellenstr. 9a, 51103 Köln
U Station Kalk Kapelle
„Marxistische Diskussionen und feministische sowie postkoloniale Theoriestränge existieren auf seltsamer Weise unverbunden nebeneinander. Die einen beschäftigen sich mit Kapitalismus, die anderen mit Identität – dieser Eindruck drängt sich bis heute auf, sei es in theoretischen Abhandlungen, sei es auf politischen Veranstaltungen. Wenn überhaupt, dann findet die Auseinandersetzung miteinander als (meist polemisch geführter) Paradigmenstreit statt. Ansätze einer fundamentalen Verknüpfung von Herrschaftsverhältnissen lassen sich kaum finden. Trotz einer zunehmenden gleichzeitigen Berücksichtigung verschiedener Herrschaftsverhältnisse fehlt die analytische Verbindung.
These dieser Arbeit ist, dass Kapitalismus, Rassismus und Sexismus wie alle Herrschaftsverhältnisse über unsere Identitäten miteinander verwoben sind – Identitäten nicht als addierbare Verhältnisse im Sinne abtrennbarer Einzelerscheinungen, sondern als im Wechselverhältnis entstanden und untrennbar miteinander verknüpft.“
(Auszug aus der Einleitung von „Der homo oeconomicus und das Andere“)
Die sich anschließenden Fragen diskutieren wir mit der Autorin Dr. Friederike Habermann. Friederike ist Historikerin und Volkswirtin. Als Autorin veröffentlichte sie zuletzt:
„Der homo oeconomicus und das Andere. Hegemonie, Identität und Emanzipation“
(Nomos)
„Halbinseln gegen den Strom. Anders leben und wirtschaften im Alltag“
(Ulrike-Helmer-Verlag)
In zwei Einführungblöcken wollen wir die Grundlagen postkolonialer, poststrukturalistischer und (post-) feministischer Theorie klären und besprechen. Besonders interessiert uns dabei das Verhältnis dieser Denkrichtungen zur Theorie der Kritik der politischen Ökonomie.
In einem weiteren Schwerpunkt werden wir an einem Zentralbegriff der bürgerlichen Ökonomie, dem „homo oeconomicus“ untersuchen, wie hilfreich die Analysewerkzeuge der oben genannten Denkschulen sind.
Im Schlussteil soll die Frage aufgeworfen werden, ob und wie die ökonomischen Verhältnisse allumfassend über Lebensweisen bestimmen oder ob bürgerliche Herrschaft eher ein Ensemble verschiedener Machtstrukturen darstellt.
Wir erhoffen uns eine spannende Debatte und laden Euch herzlich ein. (all genders welcome)
Keinen Teilnehmer_innenbeitrag, jedoch sind Spenden für die Verpflegung erwünscht.
Anmeldung bis zum 12. November unter aflrk@web.de
Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt!*
Dienstag, 19. Oktober, 19:30 Uhr
im Naturfreundehaus Köln-Kalk
In Zusammenarbeit mit dem Jugendclub Courage e.V.
Eintritt frei
Lucio war aktiv im militanten Widerstand gegen die Franco-Diktatur und hat Banken überfallen. Er hat Che Guevara getroffen und den Mai 1968 in Paris erlebt. In seinen Fälscherwerkstätten wurden für GenossInnen und Verfolgte Papiere aller möglichen Länder gedruckt. Opfer seines größten Coups war die Citibank. Lucio und seine Freunde druckten zentnerweise deren Travellerschecks nach und erbeuteten damit Millionen für den internationalen Widerstand. Die Fälschungen tauchten auf der ganzen Welt auf und waren so gut, dass sie in den Filialen nicht erkannt werden konnten. Lucio wurde 1980 mit einem Koffer voll gefälschter Schecks verhaftet. Aber obwohl er im Knast saß, tauchten weiterhin überall die Fälschungen auf. Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, sah sich die Citibank schließlich gezwungen, mit dem Arbeiter und Anarchisten zu verhandeln und auf seine Bedingungen einzugehen: Sie verzichtete auf die Strafverfolgung und zahlte noch einmal eine ordentliche Summe – im Gegenzug übergab ihnen Lucio die Druckplatten.
Während er die Bewegungen mit Papieren und Geld versorgte, verdiente Lucio den eigenen Lebensunterhalt mit seiner Arbeit als Maurer und Fliesenleger. Jeden Morgen erschien er pünktlich auf der Baustelle. Nur wenige wussten von seinen nächtlichen Aktivitäten. Erst im Ruhestandsalter brach er sein Schweigen. 2007 erschien im Baskenland ein Film über ihn:
Lucio – Anarchist, Bankräuber, Fälscher, aber vor allem … Maurer.
von Jose Mari Goenaga und Aitor Arregi (sp./fr. mit dt.UT, 93 min)
2008 erschien im baskischen Verlag Txalaparta seine Autobiografie, die jetzt auch in deutscher Übersetzung vorliegt:
Lucio Urtubia
Baustelle Revolution – Erinnerungen eines Anarchisten.
Aus dem Spanischen von Alix Arnold und Gabriele Schwab.
Assoziation A, Berlin / Hamburg 2010.
ISBN 978-3-935936-84-2 | 256 Seiten | 19.80 €
www. assoziation-a.de
Bei der Veranstaltung werden Ausschnitte aus dem Film gezeigt.
Donnerstag, 14. Oktober, 20 Uhr
Referent: Klaus Engert
Schon lange ist bekannt, dass ein grundlegender Wandel in der Umweltpolitik nötig ist, geschehen ist bisher nichts. Da Kapitalismus und Nachhaltigkeit nicht miteinander vereinbar sind, stellt Klaus Engert – Autor des Buches „Ökosozialismus – das geht!“ – das ökosozialistische Konzept als Alternative vor.
Ort: Naturfreundehaus Kalk, Kapellenstr. 9, Köln-Kalk
Eine Veranstaltung der NaturfreundInnen Köln-Kalk